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Erfahrung
Praktische Aspekte der Prozessdurchführung
Erfahrung:15093
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Beschreibung der Erfahrung
Der Analyseprozess verläuft in der Praxis nicht notwendigerweise so idealtypisch wie er in der Theorie dargestellt wird. Die Erfahrung hat folgende Hemmnisse aufgezeigt:
  • Geheimhaltung
    Software-entwickelnde Unternehmen müssen die von ihnen erstellten Programme als ihr gesamtes Vermögen auffassen. Sofern die Analyse von einer externen Partei durchgeführt wird, ergeben sich sofort Bedenken bezüglich der Geheimhaltung dieses intellektuellen Vermögenswertes. Quelltexte werden trotz vertraglicher Bindung nicht gern zur Verfügung gestellt.
    Als Lösung kann die Vermessung des Quelltextes unternehmensintern durchgeführt werden, so dass der externe Bewerter nur die Messwerte und gegebenenfalls ein Produktmodell erhält. Dies verbietet jedoch die Möglichkeit, zur Klärung von fraglichen Glossar Anomalien den Quelltext zu Rate zu ziehen.

    Andererseits betrachtet der Bewerter die Methodik und gegebenenfalls auch spezifische Werkzeuge zur Unterstützung der Analyse als sein intellektuelles Eigentum. Wird die Messung unternehmensintern durchgeführt, muss der Bewerter wiederum einen Teil seines geistigen Eigentums preisgeben. Schließlich entsteht durch die Notwendigkeit, die Messumgebung beim Kunden installieren zu müssen, ein Mehraufwand.


  • Akzeptanzprobleme
    Wie beim Testen von Software können Entwickler die Analyse der internen Qualität ihrer Quelltexte als Eingriff in ihre persönliche Freiheit begreifen. Wird dieser Faktor vernachlässigt und dennoch ein Messprogramm eingeführt (z.B. aufgrund einer Management-Entscheidung), nehmen viele Entwickler eine defensive Haltung gegenüber jeglicher Messung und daraus abgeleiteten Aussagen ein. Diese Ablehnung nimmt mit dem Detaillierungsgrad der Analyse sogar noch zu.

    Die Analyseergebnisse dürfen daher nicht zur Bewertung der Leistungsfähigkeit der Entwickler herangezogen werden. Das Management muss unmissverständlich klar machen, dass die Produktanalyse ein unterstützendes Instrument zur Produktivitätssteigerung ist und keine Einschränkung persönlicher Freiheitsgrade bedeutet.

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