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Erfahrung
Erfahrung mit Stakeholder Analyse Workshops
Erfahrung:22556
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Beschreibung der Erfahrung
Gerade für große Unternehmen, ist es oft sehr undurchschaubar, bei welchen Personen oder Organisationen Verantwortlichkeiten oder Interessen liegen.

Die Durchführung von mehreren Stakeholder Analyse Workshops am Fraunhofer IESE in verschiedenen Bereichen (z.B. Software für eingebettete Systeme, Öffentliche Verwaltung) hat gezeigt, dass es oft sehr schwierig ist, alle beteiligten Personen bzw. Verantwortlichen an einen Tisch zu bringen. Dadurch entstanden immer wieder Situationen wie:

  • "Wir wissen nicht wer für ... verantwortlich ist."
  • "Dafür ist Herr ... verantwortlich. Ist hier aber nicht anwesend."
  • Person A: "Dafür ist Herr C verantwortlich."...
    Person B: "Nein, dafür bin ich doch zuständig."
Mit Hilfe von strukturierten Flipcharts und anschaulichen Beispielen war es jedoch recht zügig möglich, die auftretenden Unstimmigkeiten zu beseitigen.

Ein weiteres Problem, das sich schnell herausstellte, war, dass viele Stakeholder nicht in Betracht gezogen wurden, da sie eine Position ausserhalb des Unternehmens hatten und somit nicht direkt ersichtlich bzw. zugänglich waren. Zwei Kategorien von Stakeholdern konnten identifiziert werden:

  • Prozess-Stakeholder: Personen oder Gruppen, die ein Interesse am Entwicklungsprozess hatten; dies waren fast nur Stakeholder innerhalb des Unternehmens.
  • Produkt-Stakeholder: Personen oder Gruppen, die ein Interesse am durch den Entwicklungsprozess entstehenden Produkt hatten; meist Stakeholder ausserhalb des Unternehmens
Da jedoch kaum eine Überlappung zwischen Prozess- und Produkt-Stakeholdern vorhanden war, gab es auch keine weiteren Schwierigkeiten bei der Ermittlung der Verantwortlichkeiten bzw. der Einflüsse.

Eine Erfahrung, die wir ebenfalls machten, war, dass die Stakeholder Analyse von den Beteiligten zunächst mit Skepsis betrachtet wurde. Es kamen Aussagen wie:
"Wir wissen doch, wer mit unserem System zu tun hat" oder "Können wir nicht gleich richtig loslegen?".
Nach der Analyse wurden die Ergebnisse jedoch durchweg sehr positiv gesehen. Es konnten bisher bei jeder Anwendung Stakeholder identifiziert werden, die sehr wichtig für das Projekt waren, jedoch nicht auf den ersten Blick ersichtlich waren (z.B. verschiedene Arten von Benutzergruppen, Personen mit finanziellem Interesse an dem System, Marketing etc.).

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